Sehenswürdigkeiten - Sightseeing in Frankfurt

Frankfurt bietet sowohl historische als auch moderne Sehenswürdigkeiten, wie kaum eine andere Stadt.
Auf der einen Seite der Dom St. Bartholomäus mit seinen 94,75 Meter hohen Turm, auf der anderen Seite moderne Himmelsstürmer wie der Silver Tower oder das Commerzbankgebäude, das gegenwärtig mit fast 300 Meter Höhe das höchste Gebäude der Stadt ist. Sehenswert ist der nahe des Doms gelegene Archäologische Garten in dem Ausgrabungen einer römischen Siedlung und einer karolingischen Königspfalz zu besichtigen sind.

Der Saalhof ist das älteste Gebäude der Frankfurter Altstadt. Von der staufischen Reichsburg des 12. Jahrhunderts sind noch Reste der Burgkapelle, des Bergfrieds und des Palas erhalten. Später zur Ausstellungshalle holländischer Tuchmacher umgebaut, liegen die erhaltenen Teile des Saalhofs heute innerhalb des Gebäudes des Historischen Museums.

Am über hundertjährigen Eisernen Steg kann man anhand der eingravierten Wasserstände sehen, wie hoch einst den Frankfurterinnen und Frankfurtern das Wasser gestanden hat. Wenige Schritte vom Römerberg entfernt liegt das Haus Wertheim, es ist ein für die Renaissance um 1600 typisches Fachwerkhaus und hat als einziges seiner Art in der Altstadt den Krieg überstanden hat.

Auf dem Römerberg befindet sich die alte Nikolaikirche, die doppelschiffiges Hallenkirche entstand im 12.Jahrhundert und war von 1290 bis ins14.Jahrhundert kaiserliche Hofkapelle. Lohnend ist das tägliche Glockenspiel um 9 Uhr und um 12 Uhr. Der Römerberg wird eingerahmt von historischen Fachwerkhäusern, eine Gruppe aus ursprünglich elf, meist dem 14. Jh. entstammenden Bürgerhäusern, die ab 1405 vom Rat erworben und originalgetreu wieder aufgebaut wurden, nachdem die Altstadt im März 1944 einem Bombenangriff zu Opfer gefallen war.
In der Mitte des Platzes ist der Gerechtigkeitsbrunnen zu sehen, an dem es sich in früheren Zeiten die Bürger auf Kosten der Obrigkeit gut gehen lassen durften, wenn eine Kaiserkrönung stattfand. Heute versteht man unter dem Römer das gesamte Rathausgebiet, obwohl der eigentliche Römer das mittlere der ursprünglich eigenständigen Häuser mit den charakteristischen Stufengiebeln ist. Dort ist im Kaisersaal ein Ölgemälde zu bewundern, das alle 52 Kaiser, die das Reich von 768 bis 1806 regiert haben zeigt.

Nicht weit entfernt liegt der Paulsplatz mit der 1789-1833 nach Entwurf des Stadtbaumeisters J. A. Liebhardt gebauten Paulskirche, die in rotem Sandsteinkleid, als Sitz der ersten deutschen Nationalversammlung, Symbol der demokratischen Geisteshaltung ist.
Nach der Bombennacht 1944 wurde sie vorwiegen innen renoviert. An der Fassade erinnern Gedenktafeln an berühmte Kinder der Stadt, an der Nordseite mahnt ein Denkmal an die Opfer des Nationalsozialismus.

In der Buchgasse findet sich die fünfschiffige alte Leonhardskirche, eine spätgotische Basilika, die ab 1219 gebaut wurde. Im Jahre 1425 fügte man die spätgotische Hallenkirche an und um 1515 die im Nordosten gelegene Savatorkapelle.

Nicht nur die Feste auf dem Platz vor der alten Oper geben diesem Ort einen einzigartigen Charme, auch an normalen Tagen lässt sich die Pracht des Alten Foyers kaum übertreffen. Die Oper wurde 1873-1880 errichten und von 1976-1981 größtenteils modern erneuert. In einem barocken Bürgerhaus ist das Goethe-Haus, das eine genaue Kopie des 1944 zerstörten Originals von 1755 darstellt. J.W. von Goethe wurde 1749 in einem der damals noch zwei Häuser geboren.

Ganz in der Nähe ist die Katharinenkirche, erbaut in den Jahren 1678-81, in der Johann Wolfgang von Goethe getauft und konfirmiert wurde. Mittelpunkt Frankfurts ist die 1729-1731 erbaute barocke Hauptwache, die einstige Polizeistation erlangte vor allem durch den Frankfurter Wachensturm im Jahre 1833 Berühmtheit, als Studenten und andere Anhänger der Demokratie, sie zu stürmen versuchten. Die Frankfurter Börse ist nicht nur wirtschaftlich von großer Relevanz, auch architektonisch biete sie reizvolles. Der monumentale Kuppelbau der Neurenaissance aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer gelben Sandsteinfassade und kanonischer Säulenfolge lässt einen Bedeutung und Macht spüren.

Der Palmengarten lädt zum Lustwandeln ein. Zwischen Skulpuren und farbenfroher Präsentation einer vielfältigen Botanik hat der Besucher Raum für Regeneration und Entspannung. Wie auch im angrenzenden Botanischen Garten der Frankfurter Universität grünen hier exotische Planzen in tropischem Wildwuchs in Treibhäusern. Hier ist für alle etwas geboten, Zoo oder Maintower, Mainschifffahrt oder Einkaufsbummel in der Zeilgalerie, Geschichtliches oder Modernes, Gefahr der Langeweile besteht nicht.

Frankfurt ist eine sehr gesellige Stadt, deswegen feiert man hier in regelmäßigen Abständen.
Im Frühjahr erfreut die Dippemess, die das größte und älteste Volksfest in Frankfurt ist und deren Name sich aus der regionalen Bezeichnung für Steingut-Töpfe ableitet.
Der Wäldchestag verdankt seinen Namen einem Brauch aus früheren Zeiten, als durch eine kaiserliche Schenkung der heutige Stadtwald Frankfurt übergeben wurde, an diesem Tag war es den Bürgern offiziell erlaubt, im Wald Holz für den Winter zu sammeln. Im Sommer locken neben dem Weinfest, dem Mainfest und dem Museumsuferfest, auch das Höchster Schlossfest und die Sound of Frankfurt. Der in Frankfurt stattfindende Ironman Germany heizt den Frankfurter mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,2 km laufen ordentlich ein. Im Herbst findet wieder die Dippemess statt und im Winter wärmt man sich mit einem alkoholischen Heißgetränk am Weihnachtsmarkt wieder auf.